Sophie Kinsella: Twenties Girl

„Her name was Sadie and she was in love with this guy Stephen in the 1920s. And she thought he was a bastard who used her and forgotabout her. But he loved her. I know he did. Even after he went to France, he loved her.“ (Sophie Kinsella, Twenties Girl)

Twenties Girl von Sophie Kinsella habe ich von meiner ehemaligen Mitbewohnerin zum Geburtstag geschenkt bekommen. Hinter dem Geschenk verbirgt sich eine Geschichte: Als wir vor einigen Jahren in unserer WG zusammen gewohnt hatten, machten wir eine Phase der Shopaholic-Sucht durch. Es war meistens meine Mitbewohnerin, die sich die Bücher aus Bibliothek oder charity shop (also gebraucht) besorgte, und sie nach dem Lesen an mich weiterverlieh.

Wer Sophie Kinsellas Shopaholic-Reihe nicht kennt, für den gibt es hier eine kurze Beschreibung: alles in der Reihe dreht sich um Becky Bloomwood, die ihr Geld für Luxuseinkäufe ausgibt und dabei lustige Abenteuer erlebt. Klingt furchtbar konsumverheiligend, ist es auch – aber das Lesen macht viel Spaß, auch wenn ich hinterher immer das Gefühl hatte, dringend eine neue Handtasche oder high end-Kosmetik kaufen zu muessen. (Was ich aber nicht getan habe – dafür ben meine Eltern mich zu sehr zum Sparen erzogen!) Das erste Buch in der Reihe ist übrigens als Confesssions of  a Shopaholic mit Isla Fisher in der Hauptrolle verfilmt worden und hat mir damals sehr gut gefallen.

Die britische Autorin Sophie Kinsella hat außer der Shopaholic-Reihe noch andere Bücher geschrieben, die alle, man ahnt es schon, in das Genre chick lit fallen. Das Wort mag ich nicht so sehr, aber ganz egal, in welche Schublade man Sophie Kinsella steckt, sie hat es drauf, gute, lesbare Literatur zu schreiben. So also nun auch Twenties Girl. Die in London spielende Geschichte klingt erst einmal durchgedreht: die junge Heldin Lara Lington trifft den Geist ihrer verstorbenen Großtante, deckt einen Kunstraub auf, entlarvt einen Hochstapler und findet mit Hilfe des Geistes die Liebe ihres Lebens. Und gründet obendrein eine erfolgreiche Firma. Der gute Geist, Sadie Lancaster, war in den 1920er Jahren (siehe Buchtitel) eine junge Frau, und so werden flapper dresses, Charleston-Tanzstunden und Moralvorstellungen vom Anfang des Jahrhunderts mit in die Mischung geworfen. Nur so viel: Das Buch ist wie eine Achterbahn (*) – rasant, mitreißend… und viel zu schnell zu Ende.

Ich habe übrigens das englische Original gelesen, aber Twenties Girl ist unter dem Titel Charleston Girl auch auf Deutsch erschienen. Ich muss ja immer schmunzeln, wenn englische Titel in der „Übersetzung“ weiterhin auf Englisch sind… (zum Beispiel ist der Film The Hangover in Frankreich als Very Bad Trip erschienen – aber ich schweife ab.)

(*) So stelle ich mir vor, das Achterbahnfahren ist, wenn man Spass an so etwas hat. Ich selber war noch nie auf einer Achterbahn…

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2 Kommentare

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2 Antworten zu “Sophie Kinsella: Twenties Girl

  1. Mir hat dieses Buch auch sehr gefallen 🙂

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