Lesung mit David Levithan

Als ich neulich herausfand, dass es in einem Buchladen im Stadtzentrum eine Lesung mit David Levithan geben würde, musste ich mir natürlich sofort eine Karte kaufen. Zu Autorenlesungen gehe ich nämlich viel zu selten, und überhaupt: David Levithan!

Wer ihn nicht kennt: David Levithan ist ein amerikanischer Autor, der hauptsächlich Young Adult-Bücher schreibt, oft mit schwulen Hauptfiguren. Ich bin zwar keine begeisterte YA (Young Adult)-Leserin, habe aber vor einiger Zeit sein Erstlingswerk Boy Meets Boy, 2003 erschienen, gelesen und es ziemlich genial gefunden! Wie sich bei der Lesung herausstellte, ist er ein sehr intelligenter, lustiger und ruhiger Mensch, der viel Interessantes zu sagen hat.

Eigentlich wollte David Levithan aus seinem neuesten Buch, Two Boys Kissing, lesen, aber die Lesung fing dann damit an, dass das Soundsytem nicht funktionierte. Um seine Nerven zu beruhigen, hatte David Levithan vor Beginn der Lesung in einem Ratgeber zum öffentlichen Sprechen geblättert, und las uns nun ein paar Juwelen daraus vor. Samt wild zuckendem Bein (die Nerven, natürlich). Und schon brüllte das gesamte Publikum vor Lachen. Ein toller Einstieg.

Dann ging es weiter mit dem versprochenen Two Boys Kissing und einer beeindruckenden Lesung von einigen Szenen aus dem Buch. Und alle hingen gebannt an den Lippen des Autors!

Für mich am interessantesten war der Question and Answer-Teil, der sich an die Lesung anschloss. Es ging zum einen um Levithans Bücher und Charaktere, aber auch viel um den Schreibprozess an sich. So sagte Levithan, dass er beim Schreiben nie einen Plan hat, sondern immer darauf los schreibt. (So arbeite ich selber übrigens auch.) In Two Boys Kissing gibt es zum Beispiel eine Art griechischen Chor (wie im antiken griechischen Drama eben), der die Geschichte erzählt, und Levithan merkte erst, als seine Lektorin von dem „griechischen Chor“ sprach, dass er eben diesen erschaffen hatte.

Levithan schreibt übrigens viel, und sagte dazu, dass jedes neue Buch eine Herausforderung sein muss, damit das Schreiben nicht langweilig wird.

Two Boys Kissing ist jetzt jedenfalls auf meiner Leseliste und ich freue mich schon sehr darauf!

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