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Fundstücke, Nummer 6

Israelische Flagge

Ein Interview mit der jungen deutschen Autorin Katharina Höftmann, die seit einigen Jahren in Israel lebt und darüber schreibt, gibt es bei Deutschlandradio Kultur. Ihre Sammlung von Kolumnen Guten Morgen, Tel Aviv finde ich ganz fantastisch (siehe auch hier auf dem Blog). Ihr erster Krimi, Die letzte Sünde, hat mich nicht so sehr begeistert, aber ich bin nun mal keine große Krimi-Freundin…

Ich mag Comics. Ich mag Bibliothekare. Deswegen ist diese Liste von Comic-Buch-Bibliothekaren, erschienen auf dem Blog The Information, gerade richtig für mich!

Gerade habe ich noch Susanna Clarkes wunderbaren Roman Jonathan Strange und Mr Norrell gelesen, da sehe ich, dass er gerade von der BBC als eine Mini-Serie verfilmt wird und zu Weihnachten gesendet werden soll. Und es wird sogar in Yorkshire gefilmt, wo schließlich ein großer Teil des Buches spielt (neben London, der iberischen Halbinsel, und Venedig).

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Katharina Höftmann: Guten Morgen, Tel Aviv! Geschichten aus dem Holy Land

Jede, die schon mal in Israel war, wird das Land in dieser Sammlung von Zeitungskolumnen wiederfinden. Die Autorin ist Deutsche die der Liebe wegen nach Israel ausgewandert ist. Sie schreibt sehr humorvoll – ich musste beim Lesen oft laut lachen. Sie sieht das Land und seine Einwohner nicht durch eine rosafarbene Brille, beschreibt sehr genau das Skurrile am Leben im Holy Land – und immer schimmert die Liebe für diese kleine Land und seine Bewohner durch.

Ich war immer nur als Besucherin im Land. Für mich am schönsten waren in diesem Buch die Geschichten, in denen ich das wiedererleben konnte, was mir selber im Land passiert ist. Die Soldaten, die mit ihren Gewehren in der Hand im Bus schlafen. Der Straßenverkehr (lebensgefährlich!). Die Handy-Sucht. Die vielen Straßenkatzen. Die Gepäckdurchsuchung bei der Ausreise.

Und weil ich selber Deutsche im Ausland bin, auch wenn ich in Westeuropa geblieben bin, mag ich es auch, von den Erfahrungen einer anderen „Ausgewanderten“ zu lesen. Ich mag auch den Vergleich zwischen Deutschland und Israel, den die Autorin an mancher Stelle zieht. Hier nur ein kurzer Auszug:

„Ich habe angefangen, Verbote zu hinterfragen. Kommen sie mir sinnlos vor, ignoriere ich sie. In Israel vollkommen legitim, in Deutschland ein Kapitalverbrechen.“

Was ich aber vor allem interessant war: zu lesen, wie das Alltagsleben in einem Land ist, dessen Existenz praktisch seit seiner Gründung bedroht ist. Zum Bespiel:

„Israelis wagen alles. Sie wollen es wissen, bevor es jederzeit vorbei sein könnte.“

Und zum Abschluss hier noch ein paar Fotos von mir aus the city that never stops .

Tel Aviv

Tel Aviv

Tel Aviv

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